In 6 einfachen Schritten Innhehalten oder »Der Gang zur Toilette«

Kalligrafie »Jetzt: Innehalten«, Fineliner auf Papier, Thomas Hönel

Um Innehalten einzuüben, sich an das Innehalten zu „gewöhnen“, um in wichtigen Situationen, siehe Text »Umgang in schwierigen und extremen Situationen«, auch nun echt Innehalten zu können, ist es hilfreich sich folgende Übung zu eigen zu machen.

Ich bin auf dem Weg zur Toilette. Schnell und rasch sind meine Schritte. Plötzlich ruft etwas in mir oder ist ein kleines Klingeln? Ich verlangsame meine Schritte, nun bin ich fast in Zeitlupe.
Wo ist mein Atem, wie fühlt ich mein  rechtes Fußgelenk an? Weshalb eile ich? Nun schreite ich ruhiger, wesentlich aufmerksamer. Ich wasche mir meine Hände, die Seife gleitet über meine Finger, das Wasser fliesst, es perlt von meinen Fingern ab und fliesst gen Ausfluss.
Das Papier zum abtrocknen ist trocken die Oberfläche etwas rauh. Ich blicke in das Waschbecken, ich spüre meinen Atem, drei Mal atme ich. Es ist ganz still, ich bin still. Ich entschließe mich zu gehen. Der Gang von der Toilette zu meinem Schreibtisch ist ohne Hast und Eile. Konzentriert sitze ich nun wieder und schreibe »Der Gang zur Toilette«.


 Innehalten in 6 Steps

  1. werde langsamer – noch viel langsamer
  2. stoppen – ein guter Platz ist die Toilette; nimm nun kontakt zu Deinem Atem auf, spüre wie sich der Bereich unterhalb Deines Nabels hebt und senkt
  3. gehe in Dich selbst – die Füße spüren, dem Herzschlag folgen
  4. den Blick auf Details scharf stellen – beispielsweise auf die Wassertropfen im Waschbecken, ähnlich dem Zoom einer Digitalkamera
  5. verfolge weiterhin Deinen Atem
  6. nimm nun Deine gewöhnlichen Aktivitäten wieder auf

Um Innehalten einzuüben, sich an das Innehalten zu „gewöhnen“, um in wichtigen Situationen auch nun echt Innehalten zu können, ist es hilfreich sich folgende Übung zu eigen zu machen:

  1. Du startest mit dem Vorhaben einmal am einem Vormittag und einmal am einem Nachmittag Innezuhalten und zu stoppen.
  2. Tu es 11.00 und 15.00 – oder wann immer es in Dein Leben passt.
  3. Hast Du dieses Stufe erreichst, erweitere das Innehalten auf täglich zwei Mal und von da aus auf ein stündliches Innehalten. Lass Dich nicht abbringen, bleibe dran.
  4. Nimm Dir die kommenden 20 Wochen um das zu verinnerlichen.

Ich wünsche Dir gutes Gelingen und viel Erfolg.