Japan und Okinawa ’08

Montag, 9. Juni 2008

Kugahara Tempel
Vor dem Eingang zum Tempel des buddhistischen Priesters und Karate-Lehrers Takahashi Sensei. (Kugahara bei Sendai, Nord-Honshu/Japan)

Vor einigen Tagen bin ich wieder aus Japan und Okinawa zurückgekehrt. Ich muß noch ankommen und verarbeiten, Bilder und Infomaterial ordnen, Geschenke zum verteilen vorbereiten. Eine phantastische und aufregende Zeit liegt hinter mir! Ein Fazit kann ich jetzt schon ziehen: es ist doch alles ein bischen anders – und es lohnt sich herauszufinden was!

Mein Weg führte mich zusammen mit einer Gruppe deutscher Karateka unter der Führung des Autors, Karateka, Verlegers und Japan-Kenners Schlatt an mehrere Trainingsstätten in Japan.

Tokyo: in das Honbu-Dojo der J.K.A. (mehrmals); in das Dojo von Naka Sensei, einer der Hauptdarsteller des Karate-Films »Kuro Obi«/Schwarz-Gurt (seit einigen Tagen auf Amazon erhältlich), in das Frühtraining an der Taisho-Universität unter Iida Sensei. Desweiteren besuchte ich zweimal das Training im S.K.I.F.-Honbu Dojo von Kanazawa Kancho wo ich unter Tanaka Sensei und Suzuki Sensei trainierte. Ich traf mich mit dem Leiter des Tokyo Mushinkan Dojo Joe Swift Sensei, einem exzellenten Kenner der Karatesezene in Japan und Okinawa und Autor und Übersetzer von mehreren Fachartikeln zur Karate-Historie.

Sendai: (Nord-Honshu/JapanHonshu) Training unter Takahashi »Anki« Sensei an der Chuo-Highscool. Zwei spannende Tage mit dem Besuch der Inselwelt von Matsushima, mit Barbecue und Empfang!

In Fukuoka auf Kyushu traf ich mich mit Michael Kontas der unter Nagaoka Soke als Uchi-Deshi (Lehrschüler) Yagyu Shinkage-Ryu trainiert shinkage.jp

Auf Okinawa besuchte ich das Karate-Museum von Hokama Sensei und trainierte mehrere male Okinawa-Kobudo, Goju-Karate und Kyusho-Jutsu unter seiner Anleitung und in seinem Dojo in Nishihara. Besuch des Shureido-Stammhauses in Naha und Treff mit Inhaber Herrn Nakasone.

Desweiteren standen mehrere Besuche in vielen Tempeln, Schreinen und anderen Sehenswürdigkeiten auf dem Programm. Unter anderem der Besuch des Denkmals von Funakoshi Gichin Sensei im Engakuji-Tempel in Kamakura, der Besuch des großen Buddhas in Kamakura, der Besuch des Schreines und der Grabanlage der 47 Ronin/Samurai und ihres Damiyos (Fürsten/Herren) Asano in Tokyo. Der Besuch des Kodokan, internationale Zentrale des Judo in Tokyo.

Der Besuch von Shuri-Castle Naha/Okinawa, Naminoue-Schrein in Naha, Shikinaen-Royal-Garden mit dem Banya/Torwache-Haus in dem Bushi Matsumura und die Soeishi-Familie als Wächter des Ryukyu-Königs tätig waren. Besuch im phantastischen Okinawa-Prefecture and Art Museum, Naha.

Danksagung: An alle die mich bei meiner Reise unterstützt haben, vor allem Anke und meine Eltern, alle Otomos, mein Zittauer Freundeskreis und das ZH2-Team! Vielen Dank für die vielen Hinweise und Tipps von Patrick McCarthy Sensei, Quastl und vielen anderen!! Dank an Schlatt für die guten Kontakte zur JKA und die Einführung in das Tokyoter Bahnstreckennetz!

JKA-Hombu Dojo Tokyo

Kendo-Dojo in Tokyo

47 Ronin/am Grab von Fürst Asano.jpg

das Kodokan-die Zentrale des Judo, Tokyo

mit Tanaka Sensei im S.K.I.F. Honbu-Dojo

am Denkmal für Funakoshi Sensei im Engakuji-Tempel, Kamakura

Beeindruckend, Kyudo-Bogenschießen im Engakuji-Tempel, Kamakura

zu Hause bei Takahashi “Anki” Sensei/Sendai

mit Mike Kontas, Yagyu-Shinkage-Ryu, Fukuoka

mit Miki und Dean in Fukuoka

im Yaesu-Bookstore Tokyo

Joe Swift im Yaesu-Bookstore, Tokyo

Shureimon auf Schloß Shuri, Naha/Okinawa

auf Schloß-Shuri, Naha/Okinawa

Eisa-Trommler und Tänzer auf Okinawa

sehr schön - Kinjos Stoneway in Naha

alte Eku (Paddel) in einem Antiquariat, Naha

im Karate-Museum von Hokama Sensei, Nishihara Okinawa

mit Hokama Sensei in seinem Dojo in Nishihara/Okinawa

starke Freunde, Naha/Okinawa



16 Kommentare

  1. Robert schreibt:

    das klingt richtig gut…willkommen zurück in deutschland…pünktlich zur em ;))

  2. Henning Wittwer schreibt:

    Hallo Thomas,

    willkommen zurück! Schön, daß Du Dir die Mühe gemacht hast, einen Reisebericht zu schreiben. Da Du darin gerade Matsumura erwähntest, hier ein wenig Lesestoff:

    www.karate-news.de/news/berichte/funakoshi-gichin-uber-das-madchen-tsuru-und-ihre-erste-begegnung-mit-matsumura-sokon.html

    Viele Grüße,

    Henning

  3. wloschy schreibt:

    Klingt spannend, vielleicht findest du ja nächste Woche mal Zeit, dann können wir uns irgendwo auf ein Weizen treffen ;)

    mfg, wlo

  4. Jezek Steffen schreibt:

    Hallo Thomas,

    so schnell geht Zeit um.. Freue mich, Dich zurück zu wissen
    und noch mehr auf Deinen ausführlichen ( Dick wie der Duden ) Bericht.

    Viele Grüße
    Steffen & Daniela

  5. Steffen Klaus schreibt:

    Hallo Thomas,

    schön, dass du wieder gesund und munter in der Heimat angekommen bist. Der Artikel macht Lust, Japan mal selbst zu bereisen. Sebastian, ein Freund aus der Community Oberlausitz war auch vor Kurzem in Japan und war hell begeistert (http://d-fens.org/category/japan/).

    Bis bald und liebe Grüße
    steffen :-)

  6. Niels schreibt:

    Schön dass Du wieder da bist, gesund und munter, und Deine Heimat nicht vergessen hast.

    Was war für Dich dort so anders und so beindruckend, dass Du eventuell doch gern dort bleiben würdest?

    Fragt mit einem Augenzwinkern
    Niels Reszies

  7. Sascha Wagener schreibt:

    Mensch, da bin ich aber ein bisschen neidisch! Ich war jetzt schon so lange nicht mehr dort. (hab übrigens auch so ein Photo mit nem Peichin in Shuri-jo) Was mich ja interessieren würde, ob du einen Unterschied in der Nützlichkeit des Trainings bei den verschiedenen Institutionen bemerkt hast? ;)
    Für meine nächste Reise werde ich nochmal auf deine jetzigen Erfahrungen zurückgreifen…
    Viele Grüsse
    Sascha

  8. ulrich j. c. harz (Textobuki) schreibt:

    Willkomen daheim in Zwickau, äh, Zittau. Aber ist es richtig, dass der Hönel nur ein einziges Hemd dabei hatte?
    Und diese rosa Plastiktreter? Trägt man das als Kampfkunstbotschafter der friedfertigen deutschen Republik? Ansonsten ist die Physiognomie auf allen Fotos
    aber schon weit von fernöstlicher Weisheit durchdrungen.
    Halten!
    wünscht der Harz aus Bonn

  9. Rainer "Eddi" Brettner schreibt:

    Hallo Thomas,

    ich beneide dich um deine Erfahrungen und Erlebnisse. Irgendwann werde ich den Weg nach Japan auch noch finden …
    Ich denke du hast eine gute Zeit gehabt und hoffe, dass du den Erholungswert (?) ein wenig konservieren kannst. Bei mir war der leider nach 2 Tagen aufgebraucht ;-(

    Viele Grüße (auch an den Rest!) aus dem Münsterland
    Rainer

  10. sebastian schreibt:

    Hallo.

    Wie ist die Stimmung jetzt hier in DE? Nach meiner Rückkehr war die Laune doch etwas im Keller, die japanischen Menschen fand ich wesentlich freundlicher als die Deutschen (okay, um das festzustellen muss man vielleicht nicht extra bis JP fahren).
    Auf jeden Fall ist das Land wunderbar und garantiert eine (oder zwei, oder drei) Reise wert.
    Wie lang warst du eigentlich dort?

    Viele Grüße, Sebastian (セバスチャン) ;)

  11. Margarethe schreibt:

    Hi. Thomas, waren die nicht geflasht von dem Whitie mit so viel Japan-Sachverstand? Und wollten Dich gar nicht wieder weglassen? Siehst jedenfalls sehr glücklich aus. Und hast die Deutschen als Touristen-Nation auch stilsicher vertreten (grins). Was gab es eigentlich zu essen? Ich freu mich über Deine Rückkehr und winke aus dem dürren Barcelona in die grüne Oberlausitz: Margarethe.

  12. Kollege Matthias schreibt:

    Hermann Hesse:
    Blauer Schmetterling

    Flügelt ein kleiner blauer
    Falter vom Wind geweht,
    Ein perlmutterner Schauer,
    Glitzert, flimmert, vergeht.
    So mit Augenblicksblinken,
    So im Vorüberwehn
    Sah ich das Glück mir winken,
    Glitzern, flimmern, vergehn.

    Ich hoffe, Du hattest sowohl während der Reise, als auch bei der Heimkehr viele glückliche Momente.

    Wir sehen uns!
    M

  13. Siggi Gelz schreibt:

    Hallo Thomas,
    in der Hoffnung, daß wir uns dann im August alle in Zittau gesund und munter wiedersehen, möchten wir Dir zu Deiner Reise und den bestimmt unvergesslichen Erlebnissen in Japan gratulieren….und wünschen uns von Dir einen schönen “Dia-Ton-Vortrag”!!!
    Herzliche Grüße an alle Otomo`s von den Kameraden des SC Berlin e.V. & Siggi

  14. Uwe Romanski schreibt:

    Japan ist eigentlich ja vor allem ein traum für männer, die gern (in einem späteren leben) ein (kobe-)rind(vieh) sein möchten: zu klassischer musik massiert oder gestreichelt werden, bier aus eimern trinken und dazu meditieren … was von alldem sie sich am meistens wünschen, herr hönel, darf Ihr geheimnis bleiben;

    ihre blicke, erfahrungen und erlebnisse im manchmal wirklich fernen osten jedoch dürfen uns allen nicht länger als nötig verschwiegen werden … denn was war, sollte beschrieben werden … das ist die kür der chronisten.

    Mit besten wünschen,
    ihr uwe romanski aus dem gaaanz nahen osten

  15. Norbert schreibt:

    Hallo Thomas,

    was bleibt da noch zu sagen übrig? Die Liste deine Eindrücke und besuchten Orte ist üppig gefüllt und die Fotos leisten einen beeindruckenden, abrundenden Beitrag.
    Auch wenn ich die wenigsten Orte und Personen deines Berichte kenne, sieht es aber wohl danach aus als wird diese Reise für immer ein großer Gipfel in deinem Leben sein. Jetzt danach, wird wohl vieles anders sein als vorher :) Es freut mich riesig, dass du nun für dich diesen Traum erfüllen konntest, nach so langer Zeit, und nach Japan gereist bist. Jetzt wird wohl vieles Anders sein. Willkommen zu Haus. :)

  16. Heero Miketta schreibt:

    Daaaaas macht Lust, endlich selbst einmal hinzufliegen. Ich werde wohl auch in diesem Jahr in China hängenbleiben, statt bis Okinawa oder gar Japan weiterzufliegen… aber das schaffe ich auch noch!

    Was mir ein bisschen fehlt, sind Deine Trainingseindrücke. Wie war denn für Dich das Training auf Deiner Reise? Gab es interessante Eindrücke, auch inhaltlicher Natur?

    Schöne Grüße!

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