Vom Wert visuellen Denkens 

Thomas Qiu Hönel - Graphic Recording

Hast du dich auch schon mal dabei beobachtet, dass du von dir denkst oder sagst „Malen kann ich nicht.“ oder „Meine Schrift ist schlecht.“ und dergleichen? Andererseits sagen mir so oft Menschen, dass sie „sehr visuell“ wären oder „Ich bin eigentlich rein visuell unterwegs“. Was ist nun los und wie ist das mit visuellen Denken, und arbeiten?

Visuelles Denken ist schlicht und einfach, das was gedacht und empfunden wird mit einfachen Grafiken und Schrift abzubilden. Das ist eine wunderbare und dazu noch gehirngerechte Methode. Mit ihr wird Informationsweitergabe diskutiert, Beziehungen zwischen den Elementen identifiziert, fehlende Bestandteile ergänzt, um ein gemeinsames Verständnis der vielfältigen Fragestellungen zu erhalten.

Im Gegenteil: Zeichnungen tragen – egal wie rudimentär oder amateurhaft sie – sind dazu bei, dass Sachverhalte besser beschrieben, diskutiert und verstanden werden können – besonders die Komplexen.

Denn unser Gehirn reagiert stärker auf Bilder als auf Worte. Bilder übermitteln Botschaften direkt. Einfachste Zeichnungen können Ideen ausdrücken, für die ansonsten viele Worte benötigt würden. Ein Strichmännchen mit einem Lächeln vermittelt Emition. Ein großer Sack Geld und ein kleiner Sack Geld drücken Proportionen aus, eine rennendes Uhrmännchen Stress und Zeitdruck. Einfache Zeichnungen vermitteln Inhalte, für die ansonsten viele Worte benötigt würden.

Das Problem ist, dass viele Menschen denken, sie könnten nicht zeichnen. Es ist ihnen peinlich oder sie empfinden es als kindisch „Malen kann ich nicht.“, „Meine Schrift ist schlecht.“ und dergleichen, sich selbst, und anderes abwertendes, das höre ich sehr oft.

Meist sind es genau die einfachen und simpelsten Zeichnungen die ein komplexes Thema authentisch und von Herzen erklären, runterbrechen auf die essentielle Aussage für die oftmals massig Zeit in Meetings verplappert wird.

Tools visuellen Denkens

Mit visuellem Denken meine ich den Einsatz verschiedener Bilder, Skizzen und Haftnotizen. Diese erschaffen Bedeutungen  um zu diskutieren oder um komplexe Konzepte, die aus verschiedenen Bausteinen und ihren gegenseitigen Beziehungen aufgebaut sind, intuitiver zu erfassen. 

Denn das große Ganze und Ganze ohne Visualisierung zu erfassen ist schwer. Tatsächlich wandelt das Gehirn durch die bildliche Darstellung seine stillschweigenden Vermutungen in erhellende Informationen um. Das macht komplexes besser greifbar und lässt mehr Diksussion und Veränderung zu. Visuelle Techniken beleben ein Modell oder einen Pozess und erleichern den gemeinsamen Schaffenprozess. 

Die Skizze verwandelt das Modell, den Prozess, den Vortrag, in einen einen visuellen Anker, der sich fest einprägt und an dem sich deine Diskussion gehirngerechter fest machen kann. Das ist entscheidend, weil es den Diskurs vom Abstrakten zum Konkreten führt und die Qualität der Auseinandersetzung um Dimensionen deutlich erhöht.


Wände bemalen

Wann hast du das letzte Mal an einem Meeting teilgenommen, bei dem die Vorgesetzten Wände bemalten? Dabei kann visuelles Denken gerade in strategischen Prozessen enormen Wert schöpfen. Visuelles Denken verbessert strategische Untersuchungen, das erfassen komplexer Organisationsstrukturen und Prozesse in Teams. Denn das Abstrakte wird konkret gemacht, die Beziehungen zwischen den Elementen beleuchtet und anspruchsvoll komplexes vereinfacht.

Durch viseulles Denken werden folgende Prozesse verbessert: Vertändnis, Dialog, Erforschung und Kommunikation.

Das Wesentliche intuitiv verstehen:

  • visueller und textlicher Wegweiser zu Informationen
  • (Hand)Schrift geht vor – Schrift ist magisches Elelemt der Visualieirungen
  • das Große und Ganze erfassen
  • „Aha – so arbeiten wir!“ sagte letztens eine der Teilnehmenden an einem Teamworkshop
  • Beziehungen erkennen
  • gemeinschaftliches Verstehen
  • Ideen auslösen
  • Testen und probieren
  • Verständnis schaffen
  • Anfängergeist etablieren

Ich helfe dir dabei

Ich bin Moderator, Visualisierer und Graphic Recorder. Seit vielen Jahren visualisiere ich auf Workshops, Konferenzen und Seminaren live und authentisch. Ich arbeite mit Markern, Stiften und Papier – sonst nichts.

Du magst mehr darüber erfahren? Frag mich gern an.

post@thomashoenel.de